40 rs. Die im März gegründete „Bewegung für Neutralität“ versteht die Neutralität als Voraussetzung des Friedens und der direkten Demokratie. Denn wer sich Machtblöcken oder militärischen Bündnissen „annähere“, gibt seine Souveränität stückweise auf. Da der angehende Bundesrat Martin Pfister von einer flexiblen Ausgestaltung der Neutralität spricht, hat die „Bewegung für Neutralität“ einen offenen Brief mit dem Titel „Hoffnungen, Sorgen und ein wachsamer Blick auf Ihre Arbeit“ an ihn verfasst. Aus dem Brief: „[…] Wir halten diese „Flexibilisierung“ für eine hochproblematische Position, die unser Land zu einer Parteinahme zwingt –unddies in einer Zeit, in der sich das bereits bestehende Kriegsgeschehen unvorhersehbar entwickelt und durchaus existenziell werden könnte. […] Eine Schweiz der guten Dienste muss deshalb neutral bleiben– nicht um Geschäfte zu machen, sondern um den Frieden zu gewinnen. […]“ [6] Der offene Brief kann vollständig gelesen und unterschrieben werden unter: S&G Hand-Express Ausgabe 18/25: Verantwortungsbewusstsein br. In Österreich gibt es seit 2003 die politische Initiative „Neutrales Freies Österreich“, deren erklärtes Ziel es ist, jene Kräfte im Land zu bündeln, die die Republik Österreich souverän, neutral und demokratisch erhalten wollen, wie es im Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG) festgeschrieben ist. Am 15.2.2025 wurde in Deutschland mit über 140 Erstunterzeichnern, darunter viele namhafte Persönlichkeiten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die Kampagne „Für ein neutrales Deutschland“ gestartet. Stand 26.4.2025; über 5.200 Einzelpersonen und mehr als 50 Organisationen und Initiativen unterstützen das Anliegen. Die Kampagne fordert u.a. den Austritt aus der NATO, keine fremden Truppen auf deutschem Boden, keine Waffenlieferungen an kriegführende Länder und eine echte deutsche Friedenspolitik. Gerade in dieser Zeit, wo Deutschland und die EU am Aufrüsten sind wie die Wahnsinnigen, ist es nötiger denn je, dass es Bewegungen gibt, die sich für die Neutralität als Grundvoraussetzung für den Frieden einsetzen! [7] Quellen: [4] https://uncutnews.ch/exklusiv-warum-hat-die-regierung-studien-zur-drahtlosen-strahlung-eingestellt-ehemaliger-nih-wissenschaftler-packt-aus/ [7] https://nfoe.at/ueberuns-unsereziele/ | https://deutschlandneutral.de | Zeitschrift Zeitpunkt, Nr. 180, S. 81 [8] Magazin Schweizerzeit, Nr. 8/2025, S. 32 Alarmierende Studie zu Mobilfunkstrahlung eingestellt kl. Als stellvertretender Direktor des U.S. National Toxicology Program (NTP) leitete John Bucher eine Studie über die Auswirkungen von 2G- und 3G-Mobilfunkstrahlung. Die Ergebnisse waren mit Beweisen für verschiedene bösartige Tumore und DNA-Schäden alarmierend. Trotz dieser besorgniserregenden Erkenntnisse wurde die Forschung eingestellt. „Die US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA) hat die NTP-Studie 1999 in Auftrag gegeben, aber als die Ergebnisse 2018 veröffentlicht wurden, wurde sie zurückgewiesen“, so Bucher. Brisant ist auch: Die Bundeskommunikationskommission (FCC) hat ihre festgelegten Strahlungsgrenzwerte seit 1996 nicht mehr aktualisiert und ist einem Gerichtsbeschluss nicht nachgekommen, zu erklären, wie sie zu dem Schluss kam, dass ihre Grenzwerte angemessen seien. Offensichtlich sind die Aufsichtsbehörden nicht am Schutz der öffentlichen Gesundheit und wohl schon gar nicht an einer Untersuchung der krankmachenden Auswirkungen der 4G- und 5G-Mobilfunkstrahlung interessiert! [4] Wachsamer Blick auf den neuen Bundesrat https://mailchi.mp/ bene-schweiz.info/ 5efa3mghhk Neutrale Bewegungen nötiger denn je! Schlusspunkt ● Der Schweizerzeit Chefredakteur Anian Liebrand schreibt in seinem Schlusspunkt der neusten Ausgabe, dass eines der größten Probleme unserer Zeit, die weitverbreitete Verantwortungslosigkeit sei. Besonders davon betroffen sei die Politik, wo selten bis nie Verantwortung für Fehlentwicklungen übernommen werde – und es oft keine Konsequenzen für die Verursacher habe. Liebrands Fazit: „Ohne Verantwortungsbewusstsein wird sich nichts ändern.“[8] Das Volk muss das Verantwortungsbewusstsein einfordern, indem es selber die Verantwortung übernimmt und die Politik in die Pflicht nimmt, für ihr Tun und Lassen gerade zu stehen! Die Redaktion (brm.) Die Schweiz macht sich zur Kriegspartei ms. Als neutrales Land hatte die Schweiz weltweit den Ruf als ein Land der guten Dienste, das Konfliktparteien ermöglichte, sich auf Schweizer Boden für Gespräche zu treffen. Seit der Übernahme der EUund US-Wirtschaftssanktionen gegen Russland am 28.2.2022, gehört dieser gute Ruf der Vergangenheit an. Seither ist unter der Ende März 2025 zurückgetretenen Bundesrätin Viola Amherd die NATO-Annäherung der Schweiz vorangetrieben worden. Im Rahmen des EU-USA-Programms „Military Mobility“ sollen z.B. ausländische Armeefahrzeuge, Material, Munition und Waffen sowie militärisches Personal das Schweizer Territorium ohne „große Bewilligungsabläufe“ – faktisch grenzenlos – durchqueren dürfen. Damit wird die Schweizer Neutralität massiv untergraben und die Schweiz macht sich zur Kriegspartei. [5] „Wer in der Neutralität schläft, wacht im Krieg auf.“ Christoph Pfluger, Mitgründer der Bewegung für Neutralität und Herausgeber der Zeitschrift „ZE!TPUNKT“ Zur weiteren Vertiefung des Themas: Kla.TV-Sendung vom 17.4.2025 „Schweizer Neutralität bewahren und Kriegsschuld verhindern“. www.kla.tv/37346
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